Qualitätssicherung im Mammographie-Screening

Das deutsche Mammographie-Screening-Programm erfüllt die strengen Qualitätsrichtlinien der „Europäischen Leitlinien“.


Wir garantieren Datenschutz

Der Schutz Ihrer Daten ist zu jedem Zeitpunkt sichergestellt.

Das gesamte Verfahren ist mit dem Landesbeauftragten für den Datenschutz abgestimmt. Die Adressen für die Einladung zur Mammographie werden von der Einwohnermeldebehörde an die „Zentrale Stelle“ des Gesundheitsamtes Bremen gesandt. Dort befindet sich das Einladungssekretariat, das getrennt vom Screening-Zentrum arbeitet. Es werden nur die für die Einladung relevanten Daten aus den amtlichen Melderegistern (Namen und Anschrift, Geburtsdaten) verwendet. Die datenschutzrechtlichen Anforderungen werden dabei selbstverständlich eingehalten. Aus diesen Meldedaten werden zwei für Sie geltende, nicht wieder entschlüsselbare Kennnummern gebildet, die zur Organisation der Einladungen und zur Überprüfung der Qualität der Untersuchungen dienen. Die amtlichen Meldedaten werden nach erfolgter Einladung gelöscht, unabhängig davon, ob Sie am Früherkennungsprogramm teilnehmen oder nicht. Die Maßnahmen zur Überprüfung der Qualität erfolgen in anonymisierter Form nur unter Verwendung der beiden Kennnummern. Wie bei allen ärztlichen Behandlungen unterliegen Ihre Daten der ärztlichen Schweigepflicht. In einer speziellen Maßnahme zur Überprüfung der Qualität der Untersuchungen wird festgestellt, ob bei Frauen in der Zeit zwischen zwei Screening-Mammographien Brustkrebs aufgetreten ist, der früher hätte entdeckt werden können. Zu diesem Zweck werden die Kennnummern der Teilnehmerinnen mit den Kennnummern in den zuständigen Krebsregistern regelmäßig abgeglichen. Das Krebsregister meldet die Kennnummern der Brustkrebsfälle (also nicht die Namen) an die einladende Stelle. Sollten Sie betroffen sein, übermittelt die einladende Stelle Ihre Kennnummer an die für Sie zuständige Screening-Einheit. Diese bittet um Ihr Einverständnis, Ihre medizinischen Unterlagen, also insbesondere die Mammographieaufnahmen, an eine spezielle Einrichtung zur Qualitätsüberprüfung (Referenzzentrum) weiterleiten zu dürfen.

Die teilnehmenden Ärzte

Die am Mammographie-Screening teilnehmenden Ärzte/innen besitzen spezielle Qualifikationen, sind sehr erfahren und müssen sich regelmäßig fortbilden. Jeder Befunder/in muss pro Jahr mindestens 5000 Mammographien beurteilen. Jährlich erfolgt eine Prüfung im Referenzzentrum Nord.

Jede Mammographie wird von zwei speziell geschulten Ärzten/Ärztinnen unabhängig voneinander befundet (Doppelbefundung). Dadurch wird die Diagnosesicherheit erhöht. Sollte ein Befunder eine Auffälligkeit in einer Mammographie feststellen, so erfolgt eine weitere Besprechung des Falls in der Konsensuskonferenz mit der Programmverantwortlichen Ärztin. Hier wird gemeinsam das weitere Vorgehen beschlossen. Gegebenenfalls wird die Klientin erneut zur Abklärung einbestellt.

Die Technologie

Es werden modernste Geräte eingesetzt, die eine hervorragende Bildqualität liefern und mit einer geringen Strahlenbelastung arbeiten. Jeden Tag erfolgt vor Untersuchungsbeginn eine technische Überprüfung durch das Referenzzentrum Nord. Dadurch ist eine gleichbleibende Qualität gewährleistet. Sowohl in der Screeningeinheit in Bremerhaven als auch auf dem Mammobil wird die digitale Vollfeldmammographie eingesetzt.

Die medizinische Fachkräfte

Auch das medizinische Fachpersonal ist speziell ausgebildet, zertifiziert und muss sich stetig fortbilden. Es erfolgen regelmäßige Teambesprechungen mit der Programmverantwortlichen Ärztin.

Das Referenzzentrum Nord

Das Referenzzentrum Nord in Oldenburg überprüft die Einhaltung der hohen Qualitätsanforderungen des Programms. Hier finden regelmäßige Schulungen und Zertifizierungen der Ärzte/Ärztinnen sowie des medizinischen Fachpersonals statt.